Posts filed under 'Online-Journalismus'

Web first, auch bei den 4 Dialog-Dimensionen

Wie bereits angekündigt, werde ich am kommenden Dienstag, den 24.4., eine Präsentation zum Thema „Die 4 Dialog-Dimensionen. Web 2.0 aus PR-Sicht“ halten. Eine erste Version der Präsentation ist fertig und – da ich das Prinzip Web first für sinnvoll erachte, auch bei Präsentationen – schon jetzt bei slideshare.net verfügbar.

Ganz besonders würde ich mich über Kommentare zu dieser Präsentation – noch vor dem 24.4., aber natürlich auch danach – freuen.

1 comment 19.04.2007.

Web first – Erfolg für die Welt Online?

Web 2.0 zahlt sich aus – für die Welt Online (Details siehe mein früherer Beitrag „Die Web 2.0 Welt Online„), das meint Thomas Mrazek.

Tatsächlich zeigen sich laut IVW schöne Zuwächse im Jahresvergleich: Im Februar 2007 gab es täglich* 247.660 Visits (Besuche) und 1.463.997 Page Impressions (Seitenaufrufe). Das bedeutet im Jahresvergleich ein Plus von 14% (Visits) und 50% (Page Impressions), im Vormonatsvergleich jedoch ein Minus von knapp über 7% bei beiden Kennzahlen.

Welt Online / IVW 200702

Um die Wirkung der neuen Features auf die IVW-Kennzahlen zu sehen, werde ich die Entwicklung in den nächsten Monaten beobachten. Denn erst dann wird man sehen, ob der Relaunch zu mehr Visits oder zu mehr Seitenabrufen oder zu beidem führt.

Zum, Abschluss noch zwei nette Zitate von Christoph Keese, Chefredakteur von Welt Online (aus dem Beitrag von Thomas Mrazek):

„Im Internet versucht man nicht mehr, Leser auf seiner Seite zu fesseln, sondern man motiviert sie, so oft wie möglich zurückzukommen.“

und in Bezug auf die gemeinsame Print- und Online-Redaktion der Welt:
„Dass jeder alles macht, sei weder erwünscht noch wünschenswert“ – viel mehr sei es der Vorteil eines gemeinsamen Newsrooms beider Welten (Print und Online), dass jeder dort seinen Schwerpunkt legen könne, wo seine Stärken seien.

* der Tageschnitt ist die beste Vergleichsgröße für Monate mit unterschiedlicher Tagesanzahl.

Add comment 05.04.2007.

Neues Kommunikationsmodell

Eine kurze, subjektive Zusammenfassung der Tagung „Journalismus online: Partizipation oder Profession“ (22.-24.2. in München, Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft):

  1. Neues Kommunikationsmodell für Journalismus – Dialog mit Usern ist möglich; Hybridformate in der Vermittlung (redaktionelle Contents + User-generated contents) entstehen und werden erfolgreich sein.
  2. Googleisierung: Google ist DAS Recherchewerkzeug für Journalisten, das geht v.a. zu Lasten von Vor-Ort-Recherche
  3. Bürgerjournalisten: haben meist keine eigenen Blogs oder Websites, Themen aus dem privaten Bereich (keine typischen Nachrichten-Themen aus Politik, Wirtschaft, etc.), Auswahl nach persönlicher Betroffenheit – Ergänzung zu traditionellem Journalismus
  4. Professionell-partizipative Nachrichtensites sind ein neues, nachhaltiges Phänomen. Motivation: User-Bindung
  5. Trend Redaktionsblogs: Blatt- oder Textkritik intern/extern (von Online- und/oder Print-Angeboten), Einführung meist durch Online-Redaktionen, Print immer sehr zurückhaltend/ablehnend
  6. Panel-Diskussion mit Chefredakteuren von BR-Online, jetzt.de und focus.de, Podcasterin von „Schlaflos in München“:
    • der Umgang mit User-Feedback ist oft noch ungewohnt (siehe „Irritation Dialog„)
    • Podcasts: sind vor allem mit hohem Wort-Anteil erfolgreich, werden nur zum Teil (weniger als 50%) auch mobil (iPod) genutzt.
  7. Mobile Contents: Video-Inhalte beliebt, kurze Clips on demand, Interaktivität.

Add comment 28.02.2007.

Irritation Dialog

Dialog – Irritation des Web 2.0?! Die Tagung „Journalismus online: Partizipation oder Profession“ (hier angekündigt) drehte sich zum Teil um dieses Thema.

Das Web 2.0 steckt noch in den Kinderschuhen. Dialog im Internet ist – auch wenn es schon lange Jahre Foren gibt und manche Websites Vorreiter sind – für viele Organisationen ungewohnt.

Ein paar Aussagen aus der Podiumsdiskussion vom 23.02. beleuchten diesen Aspekt:

  • Jochen Wegner (CR FOCUS Online): „Wir versuchen die Leute dazu zu bewegen, sich irgendwie zu unseren Artikeln zu verhalten“
  • Annik Rubens (Schlaflos in München): „Die Kommentarfunktion habe ich abgedreht. Ich erhöhe die Schwelle für die Interaktion. Also – zurück zu Web 1.5″
  • Dirk von Gehlen (CR jetzt.de): „Entweder ich steuere das Feedback selber oder andere machen es.“

Im Grunde drehte sich die Diskussion – das merkte man auch bei den Publikusfragen und -kommentaren – um die Frage, wie viel Dialog mit den und unter den UserInnen man zulassen soll, an welcher Stelle und in welcher Form, wie man auf Kommentare regieren soll oder auch nicht, welche „Schwellen“ (z.B. Registrierung) es geben soll, wie man damit umgeht, wenn die User-Beiträge „off topic“ sind, wie man Beleidigungen wegsteckt, etc.

Dass es in der Praxis höchst unterschiedliche Ansätze gibt, wird ebenfalls aus den Zitaten klar. Wie es scheint, ist es auch sehr situations- und organisationsabhängig, welche Form des Dialogs passend ist. Die Kommunikationswissenschaft hat hier auch noch keine fertigen Modelle vorzuweisen – man nähert sich vorerst mit deskriptiven Analysen.

Ich glaube, der Dialog im Internet ist jedenfalls etwas, womit sich viele Organisationen beschäftigen sollten. Einerseits, weil die Internet-UserInnen zunehmend mehr davon fordern, andererseits, weil er insbesondere aus PR-Sicht Möglichkeiten für gestärkte Beziehungen zu den relevanten Teilöffentlichkeiten bietet.

Mir scheint es sinnvoll, sich mit einiger Vorüberlegung und einzelnen Versuchsballons einem Dialog zu nähern. Auf diesem Weg helfe ich gerne ;)

Eine Übersicht über viele Vorträge auf der Konferenz gibt’s auf dem Blog von Jan Schmidt. Er verweist auch auf einen Videomitschnitt von Teilen der Diskussion (erstellt von Gabriele Hoofacker).

Add comment 26.02.2007.

Freier Videocontent

Das Wall Street Journal will seine Videos im Internet verbreiten – für Blogger und Website-Betreiber ist es möglich, die Videos (mittels bereitgestellter Codes) in ihre eigenen Seiten zu integrieren. Vorteil für das WSJ: Contents und die darin eingebundene Werbung verbreiten sich besser im Netz. Nachteil: Der Kontext ist nicht selbst bestimmbar.

[via]

[edit 20.09.2007:] Spät aber doch habe ich mich entschlossen, den Titel diese Beitrags zu ändern. Von „Free Videos“ auf „Freier Videocontent“. Warm? Damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt ;) [/edit]

Add comment 16.02.2007.

Die Web 2.0 Welt Online

Welt.de wird künftig als „Welt Online“ eine gehörige Portion Web 2.0 in der Praxis erproben, das berichtet Thomas Gigold:

  • Kommentare zu jedem Artikel – ohne Ausfilterung oder redaktionelle Kontrolle (aber keine Trackback-Funktion)
  • Tags zu jedem Artikel – von den Autoren vergeben
  • RSS-Feeds von externen Mitbewerbern (das finde ich mutig, hier scheut man nicht den direkten Vergleich und verlinkt sogar auf andere Angebote – es bleibt den UserInnen überlassen, welche Angebote sie vorziehen)
  • interne und externe Blogs: neben eigenen Redakteuren kommen auch externe BloggerInnen zu Wort
  • aber derzeit kein User Generated Content (abgesehen von den Kommentaren und externen Blogs, die genaugenommen in diese Kategorie fallen)

Neben diesen Web 2.0 Features bekommt Multimedia in Form von Pod- und Vodcasts breiten Platz. Also gibt’s für alle Zielgruppen etwas: für die „UserInnen“ Web 2.0 und für die passiveren „HörerInnen“ bzw. „SeherInnen“ etwas zur audiovisuellen Berieselung.

Bemerkenswert finde ich auch noch, dass es einen gemeinsamen Newsroom für Print- und Online-Ausgabe gibt und alle RedakteurInnen für beide Welten arbeiten.

1 comment 14.02.2007.

Blogger synchron

Ein interessanter Versuch – auch aus Sicht meines gestrigen Beitrages: politik-digital.de lädt bekannte Blogger zu Live-Chats und will „experimentieren, wie die Blogger mit einem Kommunikationsmittel umgehen, das noch schneller und noch authentischer ist als ein Weblog“. Spannend, ob synchrone und asynchrone Kommunikation einen Unterschied machen …

Termine:

06. Februar: Christoph Schultheis
13. Februar: Mario Sixtus
20. Februar: KatharinaLyssaBorchert
27. Februar: Udo Vetter
06. März: ix
13. März: Markus Beckedahl
20. März: Björn Harste
27. März: Kathrin Passig
03. April (18-19 Uhr): MC Winkel
10. April: Robert Basic

[via]

Add comment 30.01.2007.

Misslungen?

Thomas Mrazek hat am FAZ-Experiment teilgenommen. Was dabei rausgekommen ist, kann bei onlinejournalismus.de nachgelesen werden. Ach!

Add comment 28.01.2007.

Partizipativer Journalismus – Jetzt bei der FAZ

Wer gerne partizipieren möchte – die FAZ bietet jetzt Gelegenheit zum Mit-Schreiben! Kommentare abliefern darf aber nur, wer registriert ist.

Muntert das wirklich zum Mitmachen auf? Wer hat Lust, diese Hürden zu nehmen, wenn es höchst zweifelhaft ist, dass es ein Ergebnis gibt?

Weitere Überlegungen meinerseits zu diesem Experiment gibt’s hier.

1 comment 26.01.2007.

Online-Versteher und Online-Verweigerer

Noch selten – nein, noch nie – habe ich so eine treffende Analyse gelesen zum Kampf der „Altvorderen und Innovativen“. Danke Florian Steglich!

Add comment 17.01.2007.

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