Posts filed under 'Partizipativer Journalismus'

ÖAMTC: ein Blog erbloggt die Welt!

Wow! Da staune ich nicht schlecht!!!

Der ÖAMTC (mit dem mich viele gemeinsame Web-Jahre verbinden) betreibt ein Blog! Genauer gesagt handelt es sich um ein Redaktions-Blog der Internetredaktion zum Thema Elektro-Scooter.

Das Blog ist so frisch (gestern gab’s den ersten Beitrag), dass man inhaltlich noch nicht viel sagen kann – außer dass das Thema genau zur richtigen Zeit kommt und sympathisch ist: Umweltfreundliche Mobilität, die zu Zeiten von Spritpreis-Rekorden auch noch erschwinglich ist.

Gut finde ich, dass jeder hier Kommentare posten kann – dafür sind Blogs ja gemacht. Und dass es ein Redaktions-Blog ist, macht die Sache noch sympathischer. Was fehlt ist ein bisschen Info über die Redaktion selbst (Foto!!!), aber das kann ja noch kommen. (Ich kenne die meisten meiner Ex-KollegInnen ja noch, aber die anderen Blog-LeserInnen wahrscheinlich nicht!)

Und jetzt bin ich gespannt, wie sich dieses neue Blog entwickelt – ich hoffe, dass aus dem kleinen Anfang eine großartige Sache wird!

3 comments 03.07.2008.

Umfrage „User Generated Content“

aus einer E-Mail Anfrage:

„mein Name ist Susanne Junk und ich schreibe zur Zeit an der Universität Hamburg, Arbeitsbereich Medienmanagement (Prof. Dr. Insa Sjurts) meine Diplomarbeit mit dem Thema „Nutzeranreize für die Produktion von User Generated Content“. Zu diesem Thema führe ich eine Online Befragung durch und Ich wollte Sie fragen, ob es möglich ist einen Link auf Ihrer Homepage zu schalten. Die Umfrage dauert max. 10 Minuten und ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich unterstützen würden.

http://ww3.unipark.de/uc/hh_fak2_sjunk/462c

4 comments 22.02.2008.

Web first – Erfolg für die Welt Online?

Web 2.0 zahlt sich aus – für die Welt Online (Details siehe mein früherer Beitrag „Die Web 2.0 Welt Online„), das meint Thomas Mrazek.

Tatsächlich zeigen sich laut IVW schöne Zuwächse im Jahresvergleich: Im Februar 2007 gab es täglich* 247.660 Visits (Besuche) und 1.463.997 Page Impressions (Seitenaufrufe). Das bedeutet im Jahresvergleich ein Plus von 14% (Visits) und 50% (Page Impressions), im Vormonatsvergleich jedoch ein Minus von knapp über 7% bei beiden Kennzahlen.

Welt Online / IVW 200702

Um die Wirkung der neuen Features auf die IVW-Kennzahlen zu sehen, werde ich die Entwicklung in den nächsten Monaten beobachten. Denn erst dann wird man sehen, ob der Relaunch zu mehr Visits oder zu mehr Seitenabrufen oder zu beidem führt.

Zum, Abschluss noch zwei nette Zitate von Christoph Keese, Chefredakteur von Welt Online (aus dem Beitrag von Thomas Mrazek):

„Im Internet versucht man nicht mehr, Leser auf seiner Seite zu fesseln, sondern man motiviert sie, so oft wie möglich zurückzukommen.“

und in Bezug auf die gemeinsame Print- und Online-Redaktion der Welt:
„Dass jeder alles macht, sei weder erwünscht noch wünschenswert“ – viel mehr sei es der Vorteil eines gemeinsamen Newsrooms beider Welten (Print und Online), dass jeder dort seinen Schwerpunkt legen könne, wo seine Stärken seien.

* der Tageschnitt ist die beste Vergleichsgröße für Monate mit unterschiedlicher Tagesanzahl.

Add comment 05.04.2007.

Neues Kommunikationsmodell

Eine kurze, subjektive Zusammenfassung der Tagung „Journalismus online: Partizipation oder Profession“ (22.-24.2. in München, Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft):

  1. Neues Kommunikationsmodell für Journalismus – Dialog mit Usern ist möglich; Hybridformate in der Vermittlung (redaktionelle Contents + User-generated contents) entstehen und werden erfolgreich sein.
  2. Googleisierung: Google ist DAS Recherchewerkzeug für Journalisten, das geht v.a. zu Lasten von Vor-Ort-Recherche
  3. Bürgerjournalisten: haben meist keine eigenen Blogs oder Websites, Themen aus dem privaten Bereich (keine typischen Nachrichten-Themen aus Politik, Wirtschaft, etc.), Auswahl nach persönlicher Betroffenheit – Ergänzung zu traditionellem Journalismus
  4. Professionell-partizipative Nachrichtensites sind ein neues, nachhaltiges Phänomen. Motivation: User-Bindung
  5. Trend Redaktionsblogs: Blatt- oder Textkritik intern/extern (von Online- und/oder Print-Angeboten), Einführung meist durch Online-Redaktionen, Print immer sehr zurückhaltend/ablehnend
  6. Panel-Diskussion mit Chefredakteuren von BR-Online, jetzt.de und focus.de, Podcasterin von „Schlaflos in München“:
    • der Umgang mit User-Feedback ist oft noch ungewohnt (siehe „Irritation Dialog„)
    • Podcasts: sind vor allem mit hohem Wort-Anteil erfolgreich, werden nur zum Teil (weniger als 50%) auch mobil (iPod) genutzt.
  7. Mobile Contents: Video-Inhalte beliebt, kurze Clips on demand, Interaktivität.

Add comment 28.02.2007.

Die Web 2.0 Welt Online

Welt.de wird künftig als „Welt Online“ eine gehörige Portion Web 2.0 in der Praxis erproben, das berichtet Thomas Gigold:

  • Kommentare zu jedem Artikel – ohne Ausfilterung oder redaktionelle Kontrolle (aber keine Trackback-Funktion)
  • Tags zu jedem Artikel – von den Autoren vergeben
  • RSS-Feeds von externen Mitbewerbern (das finde ich mutig, hier scheut man nicht den direkten Vergleich und verlinkt sogar auf andere Angebote – es bleibt den UserInnen überlassen, welche Angebote sie vorziehen)
  • interne und externe Blogs: neben eigenen Redakteuren kommen auch externe BloggerInnen zu Wort
  • aber derzeit kein User Generated Content (abgesehen von den Kommentaren und externen Blogs, die genaugenommen in diese Kategorie fallen)

Neben diesen Web 2.0 Features bekommt Multimedia in Form von Pod- und Vodcasts breiten Platz. Also gibt’s für alle Zielgruppen etwas: für die „UserInnen“ Web 2.0 und für die passiveren „HörerInnen“ bzw. „SeherInnen“ etwas zur audiovisuellen Berieselung.

Bemerkenswert finde ich auch noch, dass es einen gemeinsamen Newsroom für Print- und Online-Ausgabe gibt und alle RedakteurInnen für beide Welten arbeiten.

1 comment 14.02.2007.

Web 2.0 in der Unternehmenspraxis

Wie vor kurzem angekündigt, werde ich im April einen Vortrag zum Thema „Web 2.0 in der Unternehmenspraxis“ (IIR-Konferenz: Internet 2010) halten.

Da Web 2.0 jedenfalls mit Interaktion, Dialog und User-Generated Content zu tun hat, möchte ich die LeserInnen dieses Blogs dazu einladen, UserInnen zu werden. Was? Es wäre toll, wenn ihr Euch zum geplanten Vortrag äußert. Wie? Ganz einfach: Hinterlasst mir doch einen Kommentar am Ende dieser Seite (kein Einloggen notwendig!).

Schön wäre es, wenn auf diese Weise interaktiv und dialogisch ein Vortrag entstehen könnte. Meine bisherigen Vorstellungen über Inhalt und Ablauf sehen in etwa so aus:

Einleitung

  • kurze Vorstellung meiner Person
  • Überblick des Vortrags
  • Web 2.0 – meine Kurzdefinition: Dialog! / Interaktion durch ein Medium (nicht mit) – gilt auch für diesen Vortrag

1) Kompatibel? Die Rolle der Unternehmenskultur

  • ÖAMTC: Internet-Phasen 2000-2010
  • Web 2.0 in den einzelnen Phasen – wo gibt’s Web 2.0?
  • Unternehmenskultur: interne Kultur und Umfeld – Bedeutung für Web 2.0 (am Beispiel ÖAMTC)

2) Ziele & strategische Entscheidungen

  • Mögliche Ziele für Internet: („Visitkarte“), PR, Marketing, Vertrieb (Beispiele – Screenshots)-> meist Mischformen. Es ist wichtig, die (Teil-)Ziele bewusst zu machen!
  • Ziele der einzelnen ÖAMTC Internet-Phasen
  • Derzeit dominantes Ziel: PR – Beziehungsentwicklung (andere mögliche PR-Ziele)
  • Strategische Entscheidung: Weg zur Zielerreichung (z.B. Web 2.0 – aber nicht zwingend!!!)
  • Kennzahlen festlegen, realistische und fordernde Ziel-Werte bestimmen, Beispiele ÖAMTC

3) Wahl der Web 2.0 Instrumente: Tipps & Tricks

  • Blog oder Wiki – das ist NICHT die erste Frage
  • 4 Dimensionen der Web 2.0 Anwendungen aus Sicht der Kommunikation
  • Festlegung der gewünschten Eigenschaften, Auswahl der passenden Web 2.0 Anwendung und Anpassung

4) Organisatorische Schritte & Erfolgskontrolle

  • Web 2.0 Management wie klassischer Zyklus der Unternehmenssteuerung
  • Analyse
  • Planung (inkl Ressourcenplanung, Kostenrechnung)
  • Realisierung
  • Kontrolle (Achtung: auch laufend!)

1 comment 06.02.2007.

Misslungen?

Thomas Mrazek hat am FAZ-Experiment teilgenommen. Was dabei rausgekommen ist, kann bei onlinejournalismus.de nachgelesen werden. Ach!

Add comment 28.01.2007.

Partizipativer Journalismus – Jetzt bei der FAZ

Wer gerne partizipieren möchte – die FAZ bietet jetzt Gelegenheit zum Mit-Schreiben! Kommentare abliefern darf aber nur, wer registriert ist.

Muntert das wirklich zum Mitmachen auf? Wer hat Lust, diese Hürden zu nehmen, wenn es höchst zweifelhaft ist, dass es ein Ergebnis gibt?

Weitere Überlegungen meinerseits zu diesem Experiment gibt’s hier.

1 comment 26.01.2007.

Journalismus 2.0 und Pressearbeit 2.0

Überlegt hat sich da jemand was – und nett beschrieben hat Florian Steglich in seinem Blog wie Partizipativer Journalismus bei der FAS (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) funktioniert.

Kern des „Experiments“: Ein Artikel wurde vorab ins Internet gestellt, LeserInnen (UserInnen) konnten ihre Beiträge zu dem Thema posten, der Text wurde überarbeitet und in der Zeitung abgedruckt. Dabei wurden ausgewählte Beiträge der UserInnen – speziell gekennzeichnet – mit abgedruckt.

Klassische Pressearbeit ist auf einen solchen Journalismus natürlich noch nicht eingestellt – warum auch, es handelt sich bloß um einzelne Experimente. Aber was heißt das für die Öffentlichkeitsarbeit der Zukunft?

Journalisten haben eine neue Quelle entdeckt: Ihre LeserInnen werden zu UserInnen und damit zu potenziellen Informanten. PressearbeiterInnen bekommen Konkurrenz, könnte man meinen. Nein! Zumindest nicht nur. Denn LeserInnen und UserInnen sind doch auch (zumindest manche davon) Mitglieder der relevanten Bezugsgruppen! Was spricht dagegen, Ihre Beiträge auch in die Pressearbeit einfließen zu lassen? Eine kollaborative Presseaussendung? Wohl nicht in der plumpen Form, dass man Presseaussendungen vorab ins Web stellt und UserInnen um Kommentare bittet. Aber sowas in dieser Richtung … UserInnen also nicht als Konkurrenz, sondern als Mit-PressearbeiterInnen!

Add comment 15.01.2007.


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