Posts filed under 'Social Media'
Social Media Policy – ein Widerspruch
Eine Policy ist ein Regelwerk, eine Richtlinie, eine Dienstanweisung. Eine Social Media Policy im Unternehmenskontext ist folglich eine Vorgabe, wie sich MitarbeiterInnen in Social Media (oder allgemein im Internet) zu verhalten haben.
Ein Widerspruch in sich: Denn Policies werden erlassen, sind eine befehlsartige Anweisung von der Unternehmensleitung an die MitarbeiterInnen. Social Media selbst liegt aber ein ganz anderes Prinzip zugrunde: Der Dialog – ein zweiseitiger Kommunikationsprozess.
Im Anschluss an den heutigen PRVA Social Media Round Table zum Thema Social Media Policies meine ich daher, dass Social Media Policies, wenn man sich da ein einseitig entwickeltes und erlassenes Regelwerk auf Papier vorstellt, am Ziel vorbeigehen. Denn das Ziel, mit MitarbeiterInnen darüber Klarheit zu erlangen, wie jede(r) einzelne mit Social Media umgehen kann und soll, kann auch nur gemeinsam erreicht werden.
Ich glaube – und das ist im heutigen Round Table auch angesprochen worden – es ist der bessere Weg, mit MitarbeiterInnen gemeinsam zu lernen, wie man Social Media sowohl im Sinne der einzelnen als auch im Sinne des Unternehmens einsetzt: in informellen Gesprächen, Welcome Veranstaltungen für neue Mitarbeiter, Trainings, etc. Und ganz besonders wichtig ist auch die Beispiel-Wirkung: Wenn es bereits Social Media-aktive MitarbeiterInnen im Unternehmen gibt, werden diese das Vorbild für alle anderen sein.
Danke @pirchner und @onitz für den Austausch heute! btw: Als Abkürzung für den Social Media Round Table würde ich nicht smart ohne “a” verwenden: In vielen slawischen Sprachen wird das anders verstanden und #prvasmrt bekommt dann eine ganz komische Bedeutung.
2 comments 08.03.2010.
Aus PR-Sicht: Der ÖAMTC YouTube Channel
Bislang hat der ÖAMTC auf YouTube 34 Videos in seinem eigenen ÖAMTC-TV Channel veröffentlicht.
YouTube kann man ja aus PR-Sicht als einen weiteren Broadcasting-Kanal sehen, d.h. zum monologischen Verbreiten von Informationen benützen. Im Vergleich zu klassischem Fernsehen (btw: da ist ja auch die TV-Bezeichnung im ÖAMTC-Channel!) ist dabei ein direkter Weg zum Publikum möglich, ohne Umweg über den Journalismus.
5 Kommentare
Andererseits bietet YouTube auch ein paar dialogorientierte Features, d.h. es ist möglich, dass Broadcaster und User in einen Dialog treten. Jetzt habe ich mal geschaut, wie viele Kommentare es zu den vom ÖAMTC veröffentlichten Videos gibt. Ergebnis: 5 !!! Und davon 3 beim Video zur iPhone App Billig Tanken. Das heißt: Weitgehend kommt es zu keinem Dialog zwischen ÖAMTC und Nutzern. Warum?
Die Masse fehlt
Schauen wir uns zunächst die Views der einzelnen ÖAMTC-Videos an: Die einzelnen Beiträge wurden zwischen 16 und 2.626 Mal angeklickt. Das ist nicht gerade berauschend, wenn man bedenkt, dass der ÖAMTC 1.650.000 Mitglieder hat und immerhin 719.074 Unique Clients (ÖWA, Jänner 2010) auf seinen Websites verzeichnet.
Angesichts der geringen Besucherzahl auf dem YouTube-Channel ist es nicht verwunderlich, dass kein nennenswerter Dialog zustande kommt: Denn nur ein Bruchteil der Rezipienten im Web 2.0 wird auch selbst als Kommunikator aktiv, selbst wenn es diese Möglichkeit gibt.
Die Masse fehlt nicht
Aber das stimmt ja alles nicht! Auf YouTube gibt es – abseits des ÖAMTC-Channels ganz schön viele Videos, eben solche, die von Usern selbst erstellt werden. Eine Suche nach “ÖAMTC” wirft gleich mal 514 Ergebnisse aus. Hauptsächlich sind das Videos zu den Themen Hubscharauber/Christophorus (Beispiel) und Fahrtechnik/Fahrsicherheit (Beispiel). Teilweise haben die User-Videos richtig viele Views (bis zu 91.000) und auch viele Kommentare.
Dialog-Möglichkeiten
Wenn der Dialog zwischen ÖAMTC und der YouTube-Öffentlichkeit ein PR-Ziel ist, so gibt es aus meiner Sicht 2 Ansatzpunkte, die auf der Hand liegen: Einerseits könnten ÖAMTC-Website und ÖAMTC YouTube Channel viel stärker miteinander verknüpft werden; zum Beispiel ganz einfach dadurch, dass YouTube Videos in die ÖAMTC-Website eingebunden werden (so geschehen beim bisher meist besuchten Video). Andererseits könnte der ÖAMTC die User dort abholen, wo sie sind – auf YouTube, aber nicht auf dem eigenen ÖAMTC Channel. Vielleicht freut sich der eine oder andere ÖAMTC-Fan, wenn er angesprochen wird – per Kommentar zum eigenen Video oder durch einen Video-Wettbewerb?
Add comment 01.03.2010.
Der ÖAMTC im Social Web – eine Bestandsaufnahme
Jetzt ist es so weit – ich mache mich auf die Suche nach den Spuren meines ehemaligen Arbeitgebers ÖAMTC im Social Web. Hier eine erste Bestandsaufnahme:
- Blogs: Eigene – Escooter’s Weblog (letzter Eintrag 08.08.2008) Segway im Alltag (lezter Eintrag 19.09.2008), seither keine mehr. Ab und zu kommt der ÖAMTC in anderen Blogs vor.
- Twitter: OEAMTC seit 17.06.2009 mit derzeit nur 84 Followers; dafür wird recht fleißig über ÖAMTC getwittert.
- Facebook: da gibt’s momentan 2 Pages (OEAMTC und Flugrettung, momentan mit knapp über 1.000 bzw. 4.000 Members – interessant, dass die Flugrettung mehr Leute anzieht) und ein paar (meist nicht vom ÖAMTC gesteuerte) Gruppen.
- andere Social Networks: einige Einträge auf Xing, ein bisserl was bei Linkedin, auch bei myspace ein bisschen was, …
- Youtube: ein eigener Channel seit 08.03.2007 mit allerdings erst knapp über 1.000 Channel Views; dafür massig user-generierte Videos.
- … ?
Ganz interessant bei einer ersten (oberflächlichen) Betrachtung: Es scheint, dass der ÖAMTC im Social Web selbst durchaus aktiv ist, aber etwas abgeschottet von seinen Dialoggruppen. Das heißt: Es wird auch von Usern viel über den ÖAMTC gepostet, aber direkten Kontakt gibt’s wenig … oder irre ich mich?
Helft ihr mir per Kommentar, weitere Spuren zu entdecken?
Add comment 09.02.2010.
Leben
Neues Leben, hier im Blog. Und Twitter. Und delicious. Zu digitalks gehe ich auch endlich mal. Und noch viel mehr. Ich hab noch keine Ahnung, was da alles werden soll, aber es soll was werden, viel werden.
Eines mal sicher: Die Dissertation lebt wieder! Mehr sehr bald …
Add comment 08.02.2010.
Digi-Dialog
Digitalks haben ein neues Gesicht. Das nehme ich endlich einmal zum Anlass, hier auf diese wunderbare Initiative von Meral Akin-Hecke hinzuweisen. Und außerdem freut es mich, dass Andreas etwas damit zu tun hat.
“Digitalks erklärt digitale Medien in verständlicher Sprache und zeigt in Live-Sessions, wie sie funktionieren.” – so das Motto. Es gibt also immer wieder Veranstaltungen in Wien, die übrigens meist schnell ausgebucht sind. Meral ist es dabei ganz wichtig, dass es zu einem Wissenstransfer und zur Vernetzung zwischen ExpertInnen und EinsteigerInnen kommt. Denn Digitalks sollen die Medienkompetenz von Berufstätigen steigern.
Ich hab’s leider noch nicht zu einer der Veranstaltungen geschafft – aber immerhin bin ich mit Hilfe von Social Media Werkzeugen (twitter, facebook) mit Digitalks in Verbindung. Und bald mal auch vor Ort! Ich werde auch alles dran setzen, den einen Kollegen oder die andere Kollegin mitzunehmen.
3 comments 15.05.2009.
April 1
Today, the Guardian announces that it is switching to Twitter:
“Consolidating its position at the cutting edge of new media technology, the Guardian today announces that it will become the first newspaper in the world to be published exclusively via Twitter, the sensationally popular social networking service that has transformed online communication.”
Well, funny story. But it also shows that Twitter has become mainstream. And it’s time for all sorts of companies to find out what to do with Twitter, and – more important – with social media in general.
Add comment 01.04.2009.
Microblogging for the enterprise
Twitter what? I am definitely not interested what other people are doing right now!
This is the most likely reaction when you speak to communication professionals in Austrian companies about twitter. And this just means, they are in stage 1 of twitter acceptance:
(full presentation by Min Xuan)
Well, is there a need for us to move up this latter?
Reading that “Twitter is growing by leaps and bounds” (see details here) I think corporate communications people in Austria need to find out more about twitter, even if there are things that might annoy them. Because if millions of people use this tool of communication in order to relate to each other, there must be a reason.
I think, especially for internal communications twitter opens tons of options. And this is the most difficult task: to find out how tools like twitter could improve internal communications and, eventually, create better relations (in case of internal communications amongst co-workers an/or management and employees).
Jitter is one prominent example for enterprise microblogging. What I really like is the combination with intranet people search – this way it certainly becomes a tool for building relations between employees (and making them visible, too!).
Where do I begin?
I think it takes quite an effort to find out how microblogging could work in a company, introduce it, make it popular and prove its value:
- First step must be that at least some people have personal experience (e.g. using Twitter itself or similar tools on the internet).
- Then, there must be a sort of concept which also includes the outcomes desired – with this concept you must convince the management of the value of microblogging.
- Next, the implementation within an intranet must be designed carefully – ease of use is a key issue (as we see from the example of Jitter above).
- Promotion: When actually going live with a microblogging solution for the enterprise, you need to tell everyone why microblogging will make their lives easier. Otherwise, they won’t be able to move up the 5 stages of twitter acceptance. Maybe, it’s best to rely on microblogging evangelists who engage in a sort of viral/guerilla campaign.
- Finally, there must also be some kind of evaluation – you need to be able to prove that microblogging does really create better relations and, eventually, leads to a better performance of your company.
Add comment 18.02.2009.
Facebook reacts to users’ protest
From a PR perspective Facebook’s reaction to users’ protest comes late, but at least there is a reaction:
What I like is that Facebook encourages people to get in touch via a particular FB-group: This way, it can easily engage in an online dialogue with people and react accordingly. Let’s see if it works!
Add comment 18.02.2009.
Blogging Lawyers
I am writing something for work … about lawyers and blogging, and I thought part of that could be published here … actually, this is a kind of introduction to blogging for the audience of lawyers – with a few links to LawBlogs and other useful resources on the web. Please feel free to comment.
Universal McCann (PDF, 3,58 MB, published in April 2008) reports that “blogs are a mainstream media world-wide and as a collective rival any traditional media.” The survey shows that there are 184 million active bloggers and 346 million readers of blogs worldwide. Globally, blogs have a reach of 72.8% among active internet users.
Corporate blogs (published and maintained by organizations) are used by 34% of all companies worldwide (2008, McKinsey survey on Web 2.0). There are internal blogs (on companies’ Intranets, for employees) and external blogs (publicly available on the Internet).
JuraBlogs lists more than 200 law blogs for the German-speaking region. In the US, over 25% of the law firms have external blogs (2007, LexBlog). For European law firms I haven’t found any valid numbers, have you?
Recommended LawBlogs:
Recommended Directories and Other Resources:
- blawg – legal blogs (US and International)
- Justia Blawg Directory (mainly US)
- Law.com Blog Network (mainly US)
- Lawfinder: Blogs (UK and International)
- Canadian Law Blogs
- Facebook – Blogging Lawyers
1 comment 30.12.2008.
Extracting and capturing knowledge found in social software tools
more details: KnowledgeThoughtBlogs
Add comment 29.11.2008.

