Posts filed under 'Studie'
Blogging Lawyers
I am writing something for work … about lawyers and blogging, and I thought part of that could be published here … actually, this is a kind of introduction to blogging for the audience of lawyers – with a few links to LawBlogs and other useful resources on the web. Please feel free to comment.
Universal McCann (PDF, 3,58 MB, published in April 2008) reports that “blogs are a mainstream media world-wide and as a collective rival any traditional media.” The survey shows that there are 184 million active bloggers and 346 million readers of blogs worldwide. Globally, blogs have a reach of 72.8% among active internet users.
Corporate blogs (published and maintained by organizations) are used by 34% of all companies worldwide (2008, McKinsey survey on Web 2.0). There are internal blogs (on companies’ Intranets, for employees) and external blogs (publicly available on the Internet).
JuraBlogs lists more than 200 law blogs for the German-speaking region. In the US, over 25% of the law firms have external blogs (2007, LexBlog). For European law firms I haven’t found any valid numbers, have you?
Recommended LawBlogs:
Recommended Directories and Other Resources:
- blawg – legal blogs (US and International)
- Justia Blawg Directory (mainly US)
- Law.com Blog Network (mainly US)
- Lawfinder: Blogs (UK and International)
- Canadian Law Blogs
- Facebook – Blogging Lawyers
1 comment 30.12.2008.
Wikis im Knowledge Management
Wikis, das sind die Web 2.0-Wunderdinger, die Unternehmen stark machen sollen. Wer mit Knowledge Management zu tun hat, kommt nicht selten auf die Idee, es mit Wikis im Firmen-Intranet zu versuchen.
Schnell eingerichtet ist so ein Wiki ja auch, es gibt unzählige, zum Teil frei verfügbare Software-Pakete, die von IT-Fuzzis schnell installiert sind. Doch dann:
Ernüchterung Nr. 1 – Wiki, ein Unbekannter
Niemand weiß, was ein Wiki ist: “Ist das nicht das Lexikon im Internet?” ist die häufigste Assoziation, die ich gehört habe. Und ja, Wikipedia ist ein Wiki, aber eben nur ein Wiki. Das heißt, Wikis und ihre Funktionsweise sind eben nicht selbst-erklärend, sondern – will man ernsthaft mit einem internen Wiki Knowledge Management betreiben – muss man erklären, wie das funktioniert und muss diesen Prozess begleiten. Selbst wenn man das beherzigt, kommt dann häufig
Ernüchterung Nr. 2 – Wiki, nichts Neues
Das Wiki bleibt leer. Warum nur? Zum Glück habe ich kürzlich diesen Artikel gefunden: Learning and Knowledge Building with Wikis: The Impact of Incongruity between People’s Knowledge and a Wiki’s Information Hier wird von Johannes Moskaliuk und Joachim Kimmerle sehr schön beschrieben, woran das liegen kann. Das ist zwar wissenschaftliche Lektüre, aber mit großartigen Hinweisen für die praktische Verwendung von Wikis.
Doch zunächst – was bedeutet denn Knowledge Building? Die beiden Autoren unterscheiden zwischen 2 Effekten:
- individual learning – also der quantitativen und/oder qualitativen Zunahme von Wissen bei einzelnen Individuen und
- collaborative knowledge building – der gemeinsame Aufbau von Wissen
Wenn also Wikis dazu dienen sollen, diese beiden Effekte zu erzielen, wovon ist der Erfolg dann abhängig? Wenn man der zitierten Studie traut, dann hat das Ausmaß an Inkongruenz (Nichtübereinstimmung, auf Englisch level of incongruity) einen entscheidenden Einfluß.
Was ist Inkongruenz? Ein Modell von Jean Piaget geht davon aus, dass Menschen stets versuchen, ein Gleichgewicht zwischen ihrem eigenen Wissensstand und Informationen aus ihrer Umwelt herzustellen. Steht neue Information nicht im Einklang mit bisherigem Wissen, werden kognitive Konflikte ausgelöst. Um diese zu beseitigen, kann man sich zweier Mechanismen bedienen: Assimilation (dabei verwenden Menschen bisheriges Wissen, um die neue Information aufzunehmen) oder Akkomodation (dabei ändern Menschen ihr bisheriges Wissen, um es mit der neuen Information in Einklang zu bringen). In dem ersten Fall handelt es sich also um quantitative, im zweiten um qualitative Zunahme von Wissen.
Wikis: Externer und Interner Wissensaufbau
Die Prozesse der Assimilation sowie der Akkomodation können bei der Verwendung von Wikis sowohl intern als auch extern erfolgen. Intern heißt, dass diese beiden Prozesse im Zuge des individuellen Lernens erfolgen, extern heißt, dass sie sich im Wiki niederschlagen: Durch quantitative oder qualitative Anpassung der Wiki-Inhalte.
Zusammengefasst im Zitat (Moskaliuk/Kimmerle: Seite 2):
Altogether, the co-evolution of cognitive systems and the social system which in turn allows for individual learning and collaborative knowledge building is based one four different processes: 1. Internal assimilation which represents the (quantitative) acquisition of factual knowledge. 2. Internal accommodation which represents the (qualitative) acquisition of conceptual knowledge. 3. External assimilation which represents quantitative knowledge building. 4. External accommodation which represents qualitative knowledge building. Internal assimilation and internal accommodation are processes of individual learning. External assimilation and external accommodation present processes of a collaborative knowledge building in reference to the wiki.
Das Experiment
Johannes Moskaliuk und Joachim Kimmerle kommen in einem Experiment zu dem Ergebnis, dass ein mittleres Maß an Inkongruenz (verglichen mit niedriger und hoher Inkongruenz) sowohl das individuelle Lernen (quantitativ und qualitativ) als auch den gemeinsamen Aufbau von Wissen (qualitativ) positiv beeinflussen. Das heißt: Wenn neue Informationen aus einem Wiki mittelmäßig von bisherigen Wissen abweichen, dann ist dies sowohl für individuelles Lernen als auch für den gemeinsamen Wissensaufbau förderlich.
Aus dem Artikel (Seite 7) zitiert:
.. a medium level of incongruity between people’s knowledge and a wiki’s information supports individual learning (internal accommodation and assimilation) and leads to more qualitative knowledge building (external accommodation).
Zurück zu Ernüchterung Nr. 2
Was heißt das jetzt für unser praktisches Problem, dass Wikis häufig leer bleiben? Ich denke, man kann als KM-Verantwortlicher, der Wikis im Unternehmen einsetzt, aus diesen Überlegungen und dem Experiment 2 wertvolle Schlüsse ziehen:
Erstens: Wiki, nur scheinbar nichts Neues
Man sollte sich stets bewusst sein, dass es interne und externe Lernprozesse gibt. Ein Wiki kann sehr wohl zu individuellem Lernen führen, selbst wenn vom kollektiven Wissensaufbau nicht viel zu sehen ist (wenn es also nicht dazu kommt, dass viele User viele Inhalte hinzufügen). Dann wirkt es zwar nicht viel anders als Informationen, die auch in traditionellen Intranets veröffentlicht werden, aber vielleicht hat das Wiki trotzdem noch andere Vorteile: Häufig ist es von den Personen, die Inhalte eingeben, leichter zu bedienen als herkömmliche Content Management Systeme – und das betrifft nicht zuletzt die leichte Vernetzung (Verlinkung) von Inhalten.
In diesem Fall – wenn man zumindest individuelles Lernen beabsichtigt – ist es wohl ratsam, eine kleine Gruppe von MitarbeiterInnen dazu zu bringen, das Wiki aktiv zu befüllen. Eine aktive Beteiligung der “Masse” ist dann nicht unbedingt notwendig.
Zweitens: Wiki, be (a little) provokative
Ja, Wikis dürfen und sollen ein wenig provozieren. Offenbar ist das eine gute Voraussetzung dafür, dass wir uns mit ihren Inhalten auseinandersetzen (individuelles Lernen) und vielleicht sogar aktiv werden, um die Inhalte quantitativ oder qualitativ zu bearbeiten. Denn auch so lassen sich kognitive Konflikte beseitigen.
1 comment 05.08.2008.
Reichweiten österreichischer Websites
Schon etwas länger ist es her, trotzdem interessant: Die ÖWA hat für das 4. Quartal 2007 die erste Regelstudie zur Reichweite österreichischer Websites durchgeführt. Reichweite wird definiert als der prozentuelle Anteil an allen Internetnutzern (Österreicher ab 14 Jahre).
Im Vergleich zur Pilotstudie ist zu beachten, dass damals die Reichweite an dem “ÖWA-Universum” gemessen wurde, also an allen Internetnutzern, die zumindest eines der ÖWA-gemessenen Webangebote besuchten. Die Reihenfolge der Websites blieb in etwa gleich (es gibt bei der Regelstudie jedoch auch Neuzugänge, die sich erstmals messen ließen). Das heißt, dass die Reichweiten der österreichischen Websites laut ÖWA in etwa stabil, vor allem im Vergleich untereinander, sind.
Noch mehr Info zur Internetnutzung in Österreich finden Sie hier.
Add comment 27.05.2008.
Vertrauen messen
PR hat etwas mit Beziehungen zu tun, das habe ich in diesem Blog schon oft behauptet. Und (gute) Beziehungen haben was mit Vertrauen zu tun. Davon bin ich auch überzeugt, die einschlägige PR-Literatur auch.
Jetzt habe ich genau zu diesem Thema ein interessantes Paper gefunden: Trust and PR Practice von Brad L. Rawlins. Ich wünschte ich hätte Zeit, es genau zu lesen und nicht bloß zu überfliegen …
Hier die Inhaltsübersicht – ich würde mich über Kommentare zu dem Paper freuen!
Add comment 06.02.2008.
Umfrage zu Weblogs
Es gibt eine Umfrage der Universität Zürich zum Thema Weblogs. Zitat aus einem E-Mail:
“Wir führen im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universität Zürich eine Umfrage zu Weblogs durch und interessieren uns für Ihre persönlichen Einschätzungen und Wahrnehmungen als Weblog-Autor/in.
Diese Befragung wird von der Forschergruppe Online-Kommunikation am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ) durchgeführt.
Nachfolgend erhalten Sie den Link zur Befragung. Bitte klicken Sie auf den Link oder kopieren Sie ihn in das Adressfeld Ihres Browsers, um mit der Befragung zu beginnen. Der Zeitaufwand beträgt ca.15 Minuten.
http://www.unipark.de/uc/blogger
Als Gegenleistung haben Sie am Ende der Befragung die Möglichkeit, die Umfrageergebnisse kostenlos anzufordern.
Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sind wir auf viele Befragungsteilnehmer/innen angewiesen. Wir würden uns also freuen, wenn Sie den Umfragelink an andere Blogger/innen weiterleiten und/oder auf Ihrem Weblog verlinken würden.
Die ermittelten Daten dienen rein wissenschaftlichen und keinen kommerziellen Zwecken. Ihre Antworten werden selbstverständlich anonym und vertraulich behandelt und nicht an weitere Institutionen oder an Dritte weitergegeben.
Herzlichen Dank im Voraus für Ihr Mitwirken!”
Add comment 11.01.2008.
Österreichs Top 10 Websites (Dachangebote)
Im Vormonat habe ich über die Top 10 Einzelangebote laut ÖWA berichtet, diesmal sind die Top 10 Dachangebote dran. Zur Erklärung: In dieser Kategorie können ÖWA-Mitglieder alle Websites gemeinsam ausweisen, die sie mehrheitlich besitzen. Sind Einzelangebote also einzelne Websites, so versteht man unter Dachangeboten jeweils mehrere Websites, deren Nutzungszahlen gemeinsam ausgewiesen werden.
Top 10 Dachangebote Österreichs im November 2007, gemessen an Unique Clients (UCs):
- ORF.at Network, 3.316.000 UCs
- Geizhals-Netzwerk, 1.743.000 UCs
- Herold.at-Network, 1.564.000 UCs
- derStandard.at Network, 1.280.000 UCs
- oe24-Netzwerk, 999.000 UCs
- austria.com Gruppe, 909.000 UCs
- sms.at Netzwerk, 769.000 UCs
- NEWS-Networld Dachangebot, 760.000 UCs
- Auto.At / contator.net Dachangebot, 694.000 UCs
- KURIER ONLINE-Medien, 683.000 UCs
Quelle: ÖWA und Werbeplanung (PDF mit Details).
Verlierer in der Gruppe der Dachangebote ist eindeutig NEWS-Networld, das innerhalb eines Jahres ganze 46% seiner UserInnen (Unique Clients) eingebüßt hat. Gewinner ist Auto.At / contator.net (Tripple) mit plus 49%.
Noch mehr Info zur Internetnutzung in Österreich finden Sie hier.
Add comment 13.12.2007.
Internetnutzung in Österreich: 45% kaufen online ein
Der aktuelle Austrian Internet Monitor vom 3. Quartal 2007 (PDF, 192KB) liefert folgende Kennzahlen für die Internetnutzung in Österreich:
- 67% der ÖsterreicherInnen ab 14 Jahren sind Internet-Nutzer, das sind 4,61 Mio. Personen.
- 56% (das sind 3,84 Mio. Personen) nutzen das Internet mehrmals pro Woche.
- 90% der 14- bis 19-Jährigen sind online, aber nur 27% der ab 60-Jährigen.
- 45% (das sind 3,1 Mio. Personen) haben bereits online eingekauft.
- Produkte, die online gekauft werden sind vor allem: Bücher, Hotelbuchungen, Kleidung/Schuhe, Eintrittskarten, Bahn- und Flugtickets.
Noch mehr Info zur Internetnutzung in Österreich finden Sie hier.
1 comment 28.11.2007.
Top 10 Websites in Österreich
Wer sind die größten im Land? Keine leichte Frage.
Die Top 10 Einzelangebote laut ÖWA/Werbeplanung (Quelle, PDF) gemessen an Unique Clients (UCs) im Oktober 2007 waren:
- herold.at, 1.605.000 UCs
- derstandard.at, 1.314.000 UCs
- kurier.at, 687.000 UCs
- diepresse.com, 563.000 UCs
- oeamtc.at, 524.000 UCs
- willhaben.at, 440.000 UCs
- vienna.at, 370.000 UCs
- szene1.at, 327.000 UCs
- help.gv.at, 257.000 UCs
- salzburg.com, 232.000 UCs
Details mit Vorjahres- und Vormonatsvergleich:
Bemerkenswert ist, dass vienna.at und help.gv.at zum ersten Mal gemessen wurden – und gleich in die Top 10 vorgestoßen sind.
Die Werbeplanung macht sich monatlich die Arbeit, die ÖWA-Daten auszuwerten und ermittelt so Rankings (inklusive Vorjahres und -monatsvergleich!) der österreichischen Websites in 3 Kategorien: Einzelangebot, Dachangebot und Vermarktungsgemeinschaft.
Leider gibt es auf diese Weise drei Rankings – das ist aber notwendig, um der Verschiedenartigkeit der Website-Landschaft gerecht zu werden. Zu bedenken ist, dass Einzelangebote häufig Teil von Dachangeboten sind, und diese wiederum von Vermarktungsgemeinschaften. Außerdem sind in diesen Auswertungen natürlich nur solche Websites inkludiert, die sich von der ÖWA messen lassen.
Noch mehr Info zur Internetnutzung in Österreich finden Sie hier.
5 comments 20.11.2007.
Internetnutzung in Österreich: 45% täglich im Netz
Die AIM-Daten vom 2. Quartal 2007 zeigen, dass die Intensivnutzung des Internets zunimmt: Die (fast) tägliche Nutzung in Österreich erreicht einen beeindruckenden Wert: Bereits 45 % aller ÖsterreicherInnen (ab 14 Jahren) fallen in diese Gruppe. Im ersten Quartal 2007 waren es noch 41 %.
Der AIM zeigt auch, dass die Nutzung vorwiegend und zunehmend von zuhause erfolgt (meine Hervorhebung): “59 % der Österreicher/innen [greifen] von daheim aus aufs Internet zu, 35 % sind zu Hause fast täglich online“.
Noch mehr Info zur Internetnutzung in Österreich finden Sie hier.
Add comment 14.11.2007.
Blogs und Meinungsbildung
Wie bedeutend sind Blogs? Inwiefern tragen sie zur Bildung von öffentlicher Meinung bei? Welche Arten von Blogs mehr und welche weniger?
Noch immer wird meiner Meinung nach eher unterschätzt, welchen Einfluss Blogs auf die Meinungsbildung haben können. Daher habe ich nachgegraben, welche Fakten es dazu gibt und bin (wieder einmal) auf die noch immer recht aktuelle Blogstudie 2007 von Ansgar Zerfaß gestoßen. Ein Ergebnis daraus hier im Zitat (PDF, S. 11-12, Hervorhebungen von mir):
“Der Einfluss von Blogs auf die öffentliche Meinung ist umstritten. Gut die Hälfte der Blognutzer (55,4%) meinen, dass Bloginhalte Einfluss auf die öffentliche Meinung haben und fast ebenso viele (53,8%) behaupten sogar, dass Blogs gesellschaftliche Veränderungen bewirken können. 41,1% widersprechen dem (5,1% enthielten sich).
Der Grund für diese unterschiedliche Wahrnehmung dürfte darin liegen, dass Blogs je nach Urheber und Profil eine sehr unterschiedliche Wertigkeit haben. Aus Sicht der Befragten sind Fachblogs von Experten und Blogs von Medien/Journalisten wichtige Impulsgeber für neue Ideen, Themen und Meinungen. „Neue Themen entdecken“, „Mir eine Meinung bilden“, „Ansatzpunkte für neue Ideen finden“ – dies erwarten sich 69,3% der Befragten von Fachblogs, 62,7% von journalistischen Blogs und immerhin 56,3% von Medienblogs etablierter Zeitschriften und Sender.
Viele Blognutzer (51%) orientieren sich auch an den Inhalten privater Blogs. Weniger stark wahrgenommen werden dagegen Corporate Blogs. Nur ein Drittel (28,9%) der befragten Blognutzer nutzen solche Auftritte von Unternehmen im Social Web, um sich ein Bild über aktuelle Entwicklungen zu machen oder Hintergründe zu erfahren.”
Im Dezember 2006 wurden für diese Studie 605 Nutzer befragt, insbesondere Trendsetter und Heavy-User des Webs.
3 comments 09.11.2007.

